DE vs. EU – Zensur ja oder nein?!?

Es ist gerade erst so gekommen, dass sich die Regierung und der Bundestag gegen das Internetsperrgesetz zur Ausblendung kinderpornographischen Inhalten im Netz ausgesprochen hat. Nicht zuletzt durch den wachsenden Erfolg der Piratenpartei konnte sich die Netzgemeinschaft mit der Parole “Löschen statt Sperren” durchsetzen. Die Aufgabe des Sperrgesetzes ist zur Zeit in der Planung.

Und nun “forciert nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit die Europäische Union ihre Bestrebungen, Darstellungen von Kindesmissbrauch im Web europaweit auszublenden”, wie ich gerade bei Heise online lesen musste. Das ganze wurde laut Heise vom AK Zensur bekannt gegeben. Auch zu lesen:

Als Beispiel nennt der Rat das europäische CIRCAMP-Projekt. Dessen Aufgabe ist es unter anderem, einen einheitlichen Rahmen für die nationale Gesetzgebung zur Webfilterung zu liefern. Dazu hat CIRCAMP den Child Sexual Abuse Anti Distribution Filter (CSAADF) definiert, der auf DNS-Basis Domains blockt.

Umgesetzt haben diesen Filter wohl schon Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland, Schweiz, Neuseeland und Italien, sowie Großbritannien allerdings mit einem anderen Filtersystem.

Ich hoffe, dass sich da doch noch Menschen gegen wehren werden, vorallem wo doch im EU-Parlament zwei schwedische Piraten sitzen, aber vielleicht zeigt die deutsche Regierung ja auch wahre Stärke und spricht sich auch in der EU dagegen aus.

Frieden durch das Internet

Ich war gerade mal wieder bei meiner Runde durch die Welt der Onlinepublikationen und blieb bei dem Titel “World Wide Web für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen” auf heise.de hängen.

Bei dem Titel wurde ich erstmal stutzig, denn das Internet ist ja keine Organisation oder Person, wie soll sowas gehen?!? Mein zweiter Gedanke war: Warum eigentlich?

Der Artikel gibt darauf auch Antworten:

Nach den Nobelpreis-Regeln können nur Einzelpersonen oder Institutionen mit persönlichen Repräsentanten den vielleicht angesehensten Preis der Welt in Empfang nehmen. Wired.it hat deshalb die beiden Internet-Pioniere Larry Roberts und Vint Cerf aus den USA sowie den Briten Tim Berners-Lee stellvertretend für das Internet benannt. Über die Bedeutung des Internets für den Frieden heißt es in einem Manifest zum Vorschlag: “Kontakt mit anderen ist immer das wirksamste Gegenmittel gegen Hass und Konflikte gewesen. Deshalb ist das Internet ein Instrument für den Frieden.”

Es ist ja bekannt, dass ich eigentlich ein Freund und Fan (und wenn man genau will auch ein Teil) des Internets bin, aber einen Friedensnobelpreis? Bei der Begründung find ich den Ansatz “Kontakt mit anderen” = “wirksamste Gegenmittel gegen Hass/Konflikte” doch recht abstrus. Das ganze gerät dass ins wanken, wenn man sagt, dass viele das Internet für illegale Aktivitäten nutzen. Es gibt beispielsweise auch Foren für Neonazis, deren Server in den USA stehen und deshalb nicht strafbar sind. Es gibt Menschen die nutzen das Internet, um widerwärtige Kinderpornographie zu betrachten. Das soll das wirksamste Gegenmittel gegen Hass und Konflikte sein?!? Natürlich trägt das Internet auch dazu bei, dass Menschen Frieden schließen können, aber es sind immer die Menschen von denen dieser Frieden ausgeht, nie das Internet selbst. Das Internet ist, wie in der Begründung sogar gesagt, nur das Instrument für den Frieden. Gleichzeitig kann es aber auch Instrument für Krieg und Hass sein, wie ich durch die Beispiele gerade gezeigt habe.

Es darf also nicht das Internet, geschweige denn die stellvertretenden “Internet-Pioniere”, einen Friedensnobelpreis bekommen, sondern höchstens die Internetnutzer die sich für Frieden einsetzen! Krieg ich dann auch was ab?

Bevor man so einen Vorschlag macht, sollte man mal ernsthaft überdenken was man da von sich gibt…

Manche definieren sich über ihre Kleidung…

… andere lassen sich anhand ihrer Kleidung identifieren! Die Marke Gerry Weber stellt laut heise online nun auf der CeBIT seine mit RFID-Chips gekennzeichnete Kleidung vor. (Wer nicht weiß, was RFID-Chips sind, der möge hier mehr lernen.)

Die Chips sollen zu zwei Dingen dienen:

  1. Nachverfolgung bei der Herstellung/Transport.
  2. Als Markierung um Diebstähle zu vermeiden.

Das erste scheint recht sinnvoll zu sein, aber wurden Kartons bzw. Pakete nicht schon längere Zeit zu diesem Zweck mit Strichcodes markiert? Ich wüsste nicht, dass das bisher Schwierigkeiten gemacht hat…

Das zweite scheint auf den ersten Blick auch recht sinnvoll. Aber darauf komm ich gleich nochmal.

Weiter heißt es im Artikel, dass eine Deaktivierung des Chips nachdem das Produkt über die Ladentheke ging nicht stattfindet. Das heißt, jedes Kleidungsstück kann auf mehr oder weniger kurze Abstände eindeutig identifiziert werden. Nach etwas Datensammeln, kann ich also feststellen, wer so über die Straße geht – automatisiert versteht sich. Aber da hat man sich kluge Dinge einfallen lassen. Man will die Dinger so einnähen, dass man sie mit einem Handgriff rausschneiden kann. Garnicht so doof!

Aber: Kann dann doch auch jeder Dieb machen, bevor er das Ding aus dem Laden trägt. Damit fällt wohl das zweite Argument dafür auch weg.

Warum also nimmt man Nachteile in Kauf, obwohl eigentlich alles bisher ganz gut so funktioniert hat? Aber im Enddefekt muss ja jeder selber wissen, welche Kleidung mit welchen Chips er trägt, denn: Kleider machen Leute!

Ausbau der Netze

Ich habe gerade bei heise online folgenden Satz eines Politikers gelesen:

Wir wollen das Glasfaserkabel in jedem Haushalt.

Der Satz stammt vom CSU-Politker Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Ich hoffe heise macht da wie immer eine gute Berichterstattung und das Zitat ist auch wirklich im Zusammenhang mit einem Anschluss gemeint und es ist nicht nur das bloße Herumliegen der Kabel gemeint…

Ich persönlich muss sagen: Die können gerne mit dem Ausbau direkt bei mir anfangen! Kein Problem! Mir würde aber auch schon die Verfügbarkeit von 16.000kbit/s ausreichen, denn die 50 Milliarden Euro für Glasfaserkabel, kann man auch in andere Dinge investieren. Erstmal!

iCube

Nein es ist nicht wirklich ein neues Appleprodukt – zumindest noch nicht! heise online berichtete heute von einem Produkt was zur Zeit “joint development”, also eine gemeinschaftliche Entwicklung, von 3 zumindest mir bisher unbekannten Firmen der Branche ist: Dem “Gesture Cube”.

Gesture Cube - mehr Bilder beim Klick

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Der Gesture Cube ist ein Würfel auf einem Standbein, dessen 5 oberen Flächen mit Bildschirmen versehen sind. Der Würfel kann nun durch Gesten gesteuert werden. Ich denke Sinn und Zweck sollte einfach sein, den Trend über Touchscreens hin zu Gesten fortzuführen.

Meiner Meinung nach ist das aber mit diesem Produkt nicht wirklich gelungen. Als Kritikpunkte sehe ich da:

  1. 5 Bildschirme in unterschiedliche Richtungen sind überflüssig und werden, wenn jedes eine Funktion hat, schnell unübersichtlich
  2. Das Ding sieht nicht gerade handlich aus, was als Trend glaube ich völlig übersehen wurde.
  3. Bei 5 Bildschirmen, aufwendiger Gestensteuerung und eingebauten Lautsprechern wird die Akkulaufzeit bedenklich klein sein oder das Akku sehr groß, worunter die Performance oder das Gewicht leiden wird. Und dann isses vorbei mit dem mal eben ins Wohnzimmer tragen.

Alles in allem: Unhandliches Ding! Dann doch lieber ein iPad…

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