Wer die Nachrichten verfolgt, wird es schon mitgekriegt haben: Die CSU hat eine Frauenquote von 40% auf die Vorstandsämter gelegt.
Ich muss sagen, ich habe absolut nichts gegen Frauen in der Politik und bin durchaus für eine Gleichberechtigung, aber das ist einer der mir unverständlichsten Dinge, die ich lange gehört habe. Wie kann es denn in einer demokratischen Partei sinnvoll sein, der Mehrheit vorzuschreiben, dass doch wohl 40% der Gewählten Frauen seien müssen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass auch die Mehrheit dafür gestimmt hat das zu tun (naja… zumindest die Mehrheit der Delegierten, also nicht unbedingt die Mehrheit der Partei), aber wenn die Mehrheit doch sowieso dafür ist, dass 40% der Vorstände aus Frauen bestehen muss, warum wählen sie dann nicht einfach 40% der Frauen dorthin?
Außerdem: Sollte es bei politischen Ämtern nicht völlig egal sein, was für ein Geschlecht die gewählte Person hat? Sollte es nicht vielmehr auf Kompetenzen und einen klaren Menschenverstand ankommen?
Bei der Herstellung von Gleichberechtigung darf man meiner Meinung nach nicht auf Zahlen achten. Das ist zwar meistens viel einfacher, aber es ist doch viel sinnvoller darauf zu achten, dass der Mensch unabhängig vom Geschlecht betrachtet wird, als darauf, dass doch das Verhältnis nur im Betracht auf das Geschlecht ausgewogen ist. Das ist ein meinen Augen deutlich diskriminierender als alles andere.
