… andere lassen sich anhand ihrer Kleidung identifieren! Die Marke Gerry Weber stellt laut heise online nun auf der CeBIT seine mit RFID-Chips gekennzeichnete Kleidung vor. (Wer nicht weiß, was RFID-Chips sind, der möge hier mehr lernen.)
Die Chips sollen zu zwei Dingen dienen:
- Nachverfolgung bei der Herstellung/Transport.
- Als Markierung um Diebstähle zu vermeiden.
Das erste scheint recht sinnvoll zu sein, aber wurden Kartons bzw. Pakete nicht schon längere Zeit zu diesem Zweck mit Strichcodes markiert? Ich wüsste nicht, dass das bisher Schwierigkeiten gemacht hat…
Das zweite scheint auf den ersten Blick auch recht sinnvoll. Aber darauf komm ich gleich nochmal.
Weiter heißt es im Artikel, dass eine Deaktivierung des Chips nachdem das Produkt über die Ladentheke ging nicht stattfindet. Das heißt, jedes Kleidungsstück kann auf mehr oder weniger kurze Abstände eindeutig identifiziert werden. Nach etwas Datensammeln, kann ich also feststellen, wer so über die Straße geht – automatisiert versteht sich. Aber da hat man sich kluge Dinge einfallen lassen. Man will die Dinger so einnähen, dass man sie mit einem Handgriff rausschneiden kann. Garnicht so doof!
Aber: Kann dann doch auch jeder Dieb machen, bevor er das Ding aus dem Laden trägt. Damit fällt wohl das zweite Argument dafür auch weg.
Warum also nimmt man Nachteile in Kauf, obwohl eigentlich alles bisher ganz gut so funktioniert hat? Aber im Enddefekt muss ja jeder selber wissen, welche Kleidung mit welchen Chips er trägt, denn: Kleider machen Leute!